Algen: Warum sie für unser Überleben wichtig sind
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Über die Hälfte des Sauerstoffs auf unserem Planeten wird nicht von Wäldern produziert – sondern vom Meer. Genauer gesagt: von winzigen und nicht ganz so winzigen Algen, die still und unbemerkt ihren Job machen, während wir sie am Strand genervt von unseren Füßen schütteln. Das hat mich, als ich es das erste Mal wirklich verstanden habe, ehrlich gesagt sprachlos gemacht. Und seitdem sehe ich diese glitschigen, grünen und braunen Dinger mit anderen Augen.
Was Algen wirklich sind – und warum wir sie unterschätzen
Die Bedeutung von Algen für das Meer lässt sich in einem Satz zusammenfassen, der klingt wie eine Übertreibung, aber ist keine: Ohne Algen kein Leben auf der Erde. PUNKT. Algen sind keine Pflanzen im klassischen Sinne – sie gehören zu verschiedenen Organismengruppen der Meeresbiologie, von mikroskopisch kleinen Einzellern bis hin zu riesigen Braunalgen, die unter Wasser ganze Wälder bilden. Genau diese Vielfalt macht sie so faszinierend.
Wenn ich mit meinem Board im Wasser liege oder eine runde im Atlantik schwimmen gehe, umgeben mich oft kleine treibende Algenfäden. Früher: lästig. Heute: Ehrfurcht. Denn ich weiß jetzt, was da passiert.
Algen Arten – eine unterschätzte Vielfalt
Die Welt der Algen Arten ist riesiger, als die meisten ahnen. Grob unterscheidet die Meeresbiologie zwischen:
- Mikroalgen – winzige Einzeller wie Phytoplankton, die den Großteil des marinen Sauerstoffs im Meer produzieren
- Grünalgen – häufig in Küstennähe, manchmal der grüne Teppich, über den wir am Strand fluchen
- Braunalgen – dazu zählen Kelp und Seetang, die beeindruckende Unterwasserwälder bilden
- Rotalgen – tiefer im Wasser, farblich wunderschön und ökologisch wertvoll
Jede dieser Gruppen übernimmt eine eigene Rolle im Ökosystem. Und genau wie ich über die Bedeutung von Korallen für unsere Ozeane geschrieben habe, gilt auch hier: Die unscheinbarsten Akteure im Meer sind oft die entscheidenden.
Der Algen Nutzen – von Sauerstoff bis Klimaschutz
Lass uns kurz bei dieser Zahl bleiben: 50 bis 80 Prozent des weltweiten Sauerstoffs werden von marinen Algen und Phytoplankton erzeugt. Damit sind sie wichtiger für unser Atmen als der gesamte Amazonas-Regenwald. Das ist keine Kleinigkeit.
Aber der Algen Nutzen geht weit über Sauerstoffproduktion hinaus:
- Algen binden enorme Mengen CO₂ und sind damit ein natürlicher Klimapuffer
- Sie bilden die Nahrungsgrundlage für unzählige Meereslebewesen – vom Zooplankton bis zum Blauwal
- Sie stabilisieren Meeresböden und schützen Küstenlinien
- In der Medizin, Kosmetik und Lebensmittelindustrie werden Algen längst als Rohstoff genutzt
Wer also das nächste Mal genervt durch Tang am Strand watet, darf sich innerlich kurz verneigen. Ernsthaft.
Algen in der Küche – mein neues Lieblingsgericht
Und jetzt wird's persönlich. Ich habe kürzlich eins meiner zwei neusten Lieblingsgerichte entdeckt: Thunfischcreme aus Algen. Klingt erst mal gar nicht mal so gut- aber Leute was soll ich sagen: Es ist super lecker!
Die Basis: Tofu, veganer Frischkäse, ein Spritzer Zitrone und die Zutat für den Hauptgeschmack: getrocknete Nori-Blätter. Es ist umami pur und ich liebs einfach. Ist ein super Aufstrich auf Baguette oder passt perfekt zu Kartoffeln.
Perspektivwechsel: Von lästig zu lebensnotwendig
Ich glaube, das ist der eigentliche Kern: Algen haben ein Imageproblem. Sie kleben an Surfboards, riechen manchmal streng, und niemand freut sich, wenn sie massenhaft am Strand liegen. Aber je mehr ich über Meeresbiologie lerne – und je mehr Zeit ich im und am Wasser verbringe – desto tiefer sitzt der Respekt vor diesen Organismen.
Das Meer, das ich so liebe, das mich inspiriert und das hinter jedem Stück Schmuck steckt, das ich mache – es lebt durch Algen. Die nächste Generation Surfer:innen, Strandspaziergänger:innen, Meeresliebhaber:innen – sie alle atmen Sauerstoff, der aus dem Meer kommt. Und wie du jetzt weißt aus Algen! Ich hoffe du freust dich so sehr wie ich, dass wir das jetzt wissen. :)
Was du mitnehmen kannst
Du musst keine Meeresbiologin werden, um Algen zu schätzen. Aber vielleicht hilft es, beim nächsten Strandspaziergang kurz innezuhalten, wenn du Tang unter den Füßen spürst – und daran zu denken, dass dieses Zeug buchstäblich die Luft hält, die du atmest.
Für mich ist das eine dieser stillen Verbindungen zum Meer, die ich so sehr liebe. Und die mich immer wieder daran erinnern, warum ich tue, was ich tue.
Hast du Algen schon mal bewusst gegessen oder beim Schnorcheln beobachtet? Schreib mir gerne – ich freue mich immer über Meeres-Geschichten aus der Community. 🌊